Der Ruinenturm im einstigen Lustwald und heutigen RuheForst

Gleich neben dem Schlosspark Harbke befindet sich der einstige Lustwald, einer der bedeutendsten frühen Landschaftsparks nach englischem Vorbild in Deutschland. Auf einer Anhöhe oberhalb des großen Besucher-Parkplatzes thront die malerische Turmruine. Diese wurde 1851/52 als künstliche Ruine gebaut und nach dem 1. Weltkrieg um eine Gedenkstätte für die gefallenen Harbker Bürger erweitert.

Nach gerade abgeschlossener Sanierung im Oktober 2019 ist das Baudenkmal im RuheForst nun erstmals wieder für Besucher geöffnet. Neben einem schönen Blick in die Landschaft bietet der Ruinenturm eine Ausstellung über die Harbkesche wilde Baumzucht. Die aktuellen Öffnungszeiten werden immer hier auf dieser Seite veröffentlicht.

Öffnungszeiten 2019:
Samstag, 12.10., 11:00-15:30 Uhr
Sonntag, 13.10., 11:00-15:30 Uhr
Samstag, 19.10., 14:00-16:00 Uhr
Sonntag, 20.10., 11:00-13:00 Uhr
Samstag, 26.10., 14:00-16:00 Uhr
Samstag, 02.11., 11:00-13:00 Uhr
Samstag, 09.11., 13:00-15:00 Uhr
Samstag, 16.11., 13:00-15:00 Uhr

Mitte November beginnt die Winterpause, ab dem Frühjahr 2020 sind Turm und Ausstellung dann wieder regelmäßig für Besucher geöffnet.

Klicken Sie hier für eine Kartenansicht mit dem Standort der Turmruine im RuheForst.

Harbker Wald & Schlosspark

Der Harbker Wald ist ein historisch bedeutsamer Teil des Naturparks Elm-Lappwald und des Landschaftsschutzgebiets Harbke-Allertal. Das schön geschwungene Hügelland wurde im Bereich seiner höchsten Erhebungen bei Harbke in früheren Zeiten auch als Magdeburger Schweiz bezeichnet. Hier finden sich Vorkommen verschiedener Orchideenarten wie Rotes Waldvöglein und Großes Zweiblatt.

Harbkesche wilde BaumzuchtHarbke selbst blickt auf eine wechselvolle, bald tausendjährige Geschichte zurück. Ausgehend von dem alten Renaissanceschloss, das heute leider nur noch als Ruine erhalten ist, entstand hier ab den 1760er Jahren eine visionäre Parkanlage. Dank der forstbotanischen Pionierarbeit mit fremdländischen Gehölzen unter Friedrich August von Veltheim (1709-1775) erlangte die Harbkesche wilde Baumzucht in dieser Zeit internationale Berühmtheit.

An dieser geschichtsträchtigen Stätte ist der RuheForst Harbker Wald gelegen. Mehr als 30 verschiedene Baumarten, in der Mehrzahl Laubhölzer, säumen das Floridatal im einstigen Lustwald des Harbker Schlosses. Das Waldbild ist geprägt von Hainbuchen, Ahornen, Lärchen, Robinien, Linden, Eschen, knorrigen Eichen und alten Buchen. Aber auch für einen Wald eher ungewöhnliche Baumarten wie Esskastanie und Eibe sowie die selten gewordene Ulme sind hier heimisch.

Orangerie Harbke Ruheforst Harbker Wald

Der benachbarte Schlosspark zählt zu den bedeutendsten Gartenanlagen des Landes; er gehört dem denkmalpflegerisch-touristischen Netzwerk Gartenträume – Historische Parks in Sachsen-Anhalt an. Nicht zuletzt wegen der liebevoll restaurierten Orangerie und des berühmten Ginkgobaums, dem wahrscheinlich ältesten in Deutschland, der einst schon Goethe bei seinem Harbke-Besuch im Jahr 1805 inspirierte.