Häufig gestellte Fragen

Was ist ein RuheBiotop?

Ein RuheBiotop ist eine Fläche im Wald, die als Grabfläche ausgewählt wird. Im Mittelpunkt befindet sich ein Naturmerkmal, welches ein Baum, ein Strauch oder auch ein großer moosüberzogener Baumstumpf sein kann. Um dieses Naturmerkmal herum befinden sich auf einer Fläche von zumeist 100 qm bis zu 12 Grabstätten für Urnen.

Kann ich auch schon zu Lebzeiten ein RuheBiotop erwerben?

Viele Menschen haben den Wunsch, die Art der Beisetzung und ihre letzte Ruhestätte selbst festzulegen. Im RuheForst ist dies möglich: Bei einem Spaziergang durch den Harbker Wald mit seinen gut 30 verschiedenen Baumarten kann eine Grabstätte dort ausgewählt werden, wo es einem am besten gefällt.

Was ist der Unterschied zwischen einem Gemeinschafts- und einem FamilienBiotop?

An beiden Biotoptypen gibt es bis zu 12 Grabstätten. Bei einem GemeinschaftsBiotop können eine oder mehrere einzelne Grabstätten erworben werden. Bei einem FamilienBiotop erwirbt man alle 12 Grabstätten zusammen und besitzt somit ein eigenes RuheBiotop (Baum), dessen Grabstätten für die Familie, aber auch für Freunde über mehrere Generationen genutzt werden können.

Wie kann ich mir ein Biotop aussuchen?

Zur Biotopauswahl kann ein Einzelführungstermin mit dem zuständigen Mitarbeiter vereinbart werden, bei dem die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten gezeigt werden. Hier können auch weitere Fragen zum Ablauf oder zum Thema Beisetzung besprochen werden. Ansonsten kann auch im Anschluss an eine Gruppenführung ein Baum ausgewählt werden. Für Personen, die den RuheForst nicht besuchen können, wählen wir gerne im Auftrag ein wunschgemäßes RuheBiotop aus. Das Zusenden von Exposés von verschiedenen Auswahlbiotopen kann auf Wunsch auch per Mail, Fax oder auf dem Postwege erfolgen.

Sind Erdbestattungen möglich?

Nein, im RuheForst sind nur Urnenbestattungen möglich.

Ist eine Grabpflege erforderlich?

Eine Grabpflege ist im RuheForst weder nötig noch erwünscht: Das natürliche Erscheinungsbild des alten Waldes soll erhalten bleiben; die Grabpflege übernimmt die Natur. Verpflichtungen zur Grabgestaltung für die Angehörigen entfallen somit.

Ist Blumenschmuck im RuheForst erlaubt?

Oft bringen die Angehörigen ein Körbchen mit Blütenblättern mit. Ein letzter Blumengruß kann mit ins Grab gegeben werden, sollte sich aber auf wenige Blumen (keine Sträuße) beschränken, damit das Grab noch ordentlich verschlossen werden kann. Dekorationen an der Grabstätte oder am Baum, wie Kränze oder Blumenschalen, können zur Beisetzung mitgebracht werden, müssen aber direkt im Anschluss wieder entfernt werden. An der Beisetzungsstelle ist der Erdhügel für den symbolischen Erdwurf vorbereitet, die Grabstätte mit Naturmaterialien geschmückt.

Kann ich meinen Verstorbenen in einen RuheForst umbetten lassen?

Grundsätzlich JA. Zu unterscheiden ist, ob es sich bereits um eine bestattete Urne oder eine Erdbestattung handelt. Weiterhin ist wichtig, ob die gesetzliche Ruhezeit bereits abgelaufen ist oder noch nicht. Ansprechpartner ist zunächst ein Bestatter Ihrer Wahl. Dieser ist auch beim Ausfüllen der Anträge behilflich und kümmert sich um die Genehmigung einer Umbettung bei der zuständigen Friedhofsverwaltung. Den Nachweis einer neuen Grabstätte bekommen Sie vom RuheForst. Die Umbettung von Leichen und Aschen bedürfen der vorherigen Zustimmung der Friedhofsverwaltung sowie der Genehmigung der örtlichen Ordnungsbehörde. Die nächsten Angehörigen müssen sich mit der Umbettung ebenfalls einverstanden erklären. Für weiterführende Informationen klicken Sie hier.

Ist eine namentliche Kennzeichnung möglich?

gedenktafelDie Anbringung von bis zu zwei Gedenktafeln pro Baum mit den Namen der Verstorbenen ist möglich und wird vielfach gewünscht. Diese bestehen aus Metall, hier stehen jeweils zwei Zeilen für Namen und Lebensdaten der verstorbenen Personen zur Verfügung, auf Wunsch kann auch ein Kreuz eingraviert werden. Die Größe und Form der Tafeln ist einheitlich dezent, siehe Beispielfoto (für eine vergrößerte Ansicht klicken Sie bitte auf das Bild).